Berufsfeuerwehr Salzgitter

Retten, Löschen, Bergen, Schützen...

 
  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Pressemitteilungen Wir werden Lebensretter

Wir werden Lebensretter

E-Mail Drucken PDF

Damit auch Schüler in Salzgitter in der Lage sind, einem Menschen mit plötzlichem Herzstillstand das Leben zu retten, startet das Helios-Klinikum Salzgitter vom 21. bis 25. September die Aktion "Wir werden Lebensretter!"
Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Frank Klingebiel übernommen. Unterstützt wird die Aktion durch die Berufsfeuerwehr und die Rettungsorganisationen aus Salzgitter. Die Schulung dauert 90 Minuten pro Klasse und ist kostenlos.

Lebensrettungs-Flashmob

Am 25. September, um 17 Uhr, soll dann die große Abschlussveranstaltung auf dem Vorplatz der WEVG, Albert-Schweitzer-Straße 7, in Lebenstedt stattfinden, bei dem auch die Berufsfeuerwehr Salzgitter mit zwei Rettungswagen dabei sein wird.

Hier soll im Rahmen eines 30-minutigen Flashmobs das Erlernte zusammen mit den Hilfsorganisationen an vielen Reanimationspuppen gleichzeitig gezeigt und an Passanten weitervermittelt werden. Hierzu dürfen natürlich alle Geschwister, Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte, Nachbarn mitgebracht werden. Denn jeder kann ein Leben retten!

Den Anlass für diese einmalige Aktion bietet die bundesweite "Woche der Wiederbelebung" vom 19. bis zum 25. September. Die Aktionswoche wurde von der Initiative "Ein Leben retten" initiiert, die vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin getragen wird.

Die Berufsfeuerwehr unterstützt die Aktion auch im eigenen Interesse. In der Leitstelle der Wehr wird seit Jahren schon das Programm "RufAn" durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Menschen, die einen Notfall mit Patienten mit Herzstillstand melden, die telefonische Unterstützung bei einer Reanimation durch den Disponenten der Feuerwehr anzubieten. In Salzgitter konnten in den vergangenen vier Monaten 5 Menschenleben durch die Zusammenarbeit von Laienrettern und Profis bei Telefonreanimationen gerettet werden. Innerhalb der Fachverbände und Interessengruppen der Rettungsdienste wird permanent an der Verbesserung aller Abläufe in der Rettungskette gefeilt, um noch mehr Menschenleben zu retten.

Dabei orientieren sich die Fachleute unter anderem an folgenden Thesen:

- 60.000 Todesfälle nach erfolgloser Wiederbelebung sind inakzeptabel: Der Kampf dagegen ist eine gesamtgesellschaftliche und hoheitliche Aufgabe.

- Leben retten ist cool:
Wiederbelebung durch Laien muss eine Selbstverständlichkeit werden, das Thema Laienreanimation muss in der Öffentlichkeit verbreitet und positiv besetzt werden.

- Jeder kann ein Leben retten:
Im Notfall muss die Zeit bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst sinnvoll genutzt werden, Patienten mit Herzstillstand dürfen in dieser Zeit nicht unbehandelt bleiben. Daher müssen alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten für die Laienreanimation sensibilisiert und aktiviert werden.

- Wiederbelebung ist kinderleicht:
Wiederbelebung ist einfach zu erlernen und muss bereits im Schulalter trainiert werden. Durch die frühe Auseinandersetzung mit dem Thema werden Berührungsängste vermieden und Wiederbelebung wird zu einer Selbstverständlichkeit. Eine Integration in den Lehrplan und das regelmäßige Wiederholen der Schulung fördert diesen Effekt.

Download Flyer "Woche der Wiederbelebung"