Berufsfeuerwehr Salzgitter

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16 neue Drehleitermaschinisten

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Sie ist Sinnbild der Feuerwehr und das wohl faszinierendste Einsatzfahrzeug: Die Drehleiter!
In Salzgitter gibt es sie nur bei der Berufsfeuerwehr und nicht nur für die Kinder aus Grundschulen und Kindergärten ist sie das Highlight während der Führungen auf der Hauptfeuerwache.

Jetzt war es Zeit, dass auch die Teilnehmer des Grundausbildungslehrgangs 2013 der Berufsfeuerwehr Salzgitter diese speziellen Rettungsmittel kennen und sicher bedienen lernten. In den anderthalb Wochen hatte jeder Teilnehmer Zeit, die verschiedensten Aufgaben mehrfach zu üben.
Dabei beginnen die Schwierigkeiten oftmals schon mit der Suche nach einem geeigneten Aufstellort: Welche Fixpunkte sollen und können mit der Leiter oder dem Rettungskorb erreicht werden, und wo muss die Drehleiter dazu aufgestellt werden? Und wie ist dort die Bodenbeschaffenheit? Kann die Drehleiter einfach so abgestützt werden oder würden die Stützen im Boden versinken, sobald sie belastet werden? Aber wenn die Stützen nicht ausgefahren werden können, reicht dann noch das Benutzungsfeld?
Das sind für den Anfang recht viele Fragen, für deren Beantwortung die Ausbilder OBM Markus Engster und HBM Roland Marischen ein gutes Konzept umgesetzt haben: Am Anfang stand dabei die Theorie mit Vorgaben, Technik, Normen und Einsatzregeln, die aber möglichst schnell durch erste praktische Erfahrungen gefestigt werden sollte. Neben der Sicherheit im Umgang mit den Hubrettungsgeräten und an der Einsatzstelle stand daher eine größtmögliche Praxisnähe ganz oben auf der Agenda der beiden Ausbilder.

Nach ersten Einweisungen auf die beiden Drehleitern der Berufsfeuerwehr wurden natürlich die grundsätzlichen Schritte geübt. Doch schon bald stellten die Ausbilder Szenarien, die von den Anwärtern in Teams abgearbeitet werden mussten. Das reichte von Beispielen der Menschenrettung über die Brandbekämpfung bis hin zur technischen Hilfeleistung oder speziellen Anleiterarten. Selbstverständlich wurden die Übungen mit der Zeit kniffliger, die Aufstellorte schmaler und die anzuleiternden Objekte lagen irgendwann an den Leistungsgrenzen der Drehleitern.

So konnten die werdenden Berufsfeuerwehrmänner ein Gefühl dafür entwickeln, was mit „ihren“ Drehleitern leistbar ist und wo den Hubrettungsgeräten auch Grenzen gesetzt sind. Um dies zu festigen, wurden noch markante Bauwerke im Stadtgebiet erkundet, so z.B. das Globus-Haus oder der Bismarckturm.
Wie der Drehleitereinsatz im Ernstfall aussehen kann, zeigte der Großbrand eines Resthofes in Salzgitter-Gitter, der zufällig in der Zeit der Drehleiterausbildung fiel. Wie die Drehleitern dabei sowohl zur Menschenrettung als auch zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden, konnte Einsatzleiter Christian Illigens den Anwärtern direkt am Folgetag erläutern.