Berufsfeuerwehr Salzgitter

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Brandmeisteranwärter fit im Umgang mit Atemschutzgeräten und Motorsägen

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Der Grundausbildungslehrgang der Berufsfeuerwehr Salzgitter hat einen weiteren Meilenstein bewältigt: Die angehenden Brandmeister und Brandoberinspektoren wurden parallel in zwei Gruppen über mehrere Wochen zu Atemschutzgeräteträgern und Kettensägenführern ausgebildet.

Am Anfang stand die Theorie: Über mehrere Tage vermittelten die Atemschutzgerätewarte und Fachausbilder die technischen Grundlagen und notwendigen Verhaltensregeln.

Außerdem konnten die zukünftigen Arbeitsgeräte schon einmal „trocken“ kennen gelernt werden: Bei den Einmannmotorsägen (EMS), landläufig eher als Motor- oder Kettensäge bekannt, wurden Ketten und Schwerter getauscht sowie Betriebsstoffe aufgefüllt. Dazu kamen erste Start- und Schnittversuche unter sachkundiger Anleitung.

Die Atemschutzgeräte wurden auch erst einmal „beschnuppert“: Das Auf- und Ablegen, im hellen oder dunklen Raum, das Auseinandernehmen der einzelnen Bauteile und die Inbetriebnahme wurden geübt. Und als erste Belastungsprobe bezwangen die Gruppen den Schlauchturm mit Filtergeräten, die das Atmen, vor allem unter Belastung, bereits erschwerten. Dabei ging es im Laufschritt mehrmals über den Hof, den Turm hinauf und wieder herunter, mit Schläuchen, ohne Schläuche; Schläuche rollend usw. Und am Ende das Ganze noch einmal.

Damit waren die Gruppen gut vorbereitet für die Praxiswochen.

 Komplett mit Schutzkleidung ausgerüstet, begann eine Gruppe im Wald mit der EMS-Ausbildung. Unter Leitung von Kai Sarstedt wurde das Erkennen der zu erwartenden Fallrichtung, alle notwendigen Vorbereitungs- und Sicherungsmaßnahmen und zu guter Letzt das Fällen von Bäumen geübt.

Durch die tagelange Praxis konnten die angehenden Berufsfeuermänner ihre anfänglichen Fehler selbst erkennen und die praktikabelsten Lösungen herausfinden. Sie müssen aber in Zukunft nicht nur am Boden mit der EMS umgehen können, sondern auch im Korb der Drehleiter. Das wurde natürlich auch geübt:

Im Stadtgebiet gab es mehrere Bäume, die nicht mehr so einfach umgelegt werden konnten. Sicherheitshalber wurden diese Stück für Stück von oben nach unten abgetragen. Jetzt musste das sitzen, was vorher im Wald unter guten Bedingungen geübt worden war.

 Zur gleichen Zeit befand sich die andere Gruppe in der Atemschutzübungsstrecke in Engerode. Die Strecke, die ursprünglich zur Hochzeit des Bergbaus im Salzgitter-Revier zu Übungszwecken für die Grubenwehren errichtet worden war, wurde anfangs nur mit Filtergeräten erkundet. Doch die Übungsintensität wurde mit den Tagen deutlich gesteigert. Die Atemschutzgerätewarte verlängerten von Mal zu Mal die Wege, die in der Anlage zurückgelegt werden mussten. Und sie ließen die Anwärter immer länger auf dem Laufband, der Endlosleiter und dem Fahrradergometer strampeln.

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Höhepunkt für beide Gruppen war dann eine Woche später die „verrauchte Übung“: Dabei wurde die Atemschutzübungsstrecke von den Ausbildern mit verschiedensten Materialen „modifiziert“ und bis zur Nullsicht vernebelt, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten. In zweier-Teams, mit Lösch-, Arbeits- und Rettungsgerät schwer bepackt, absolvierten die angehenden Berufsfeuerwehrleute dann in knapp zwei Stunden die ganze Strecke.